Steuerungsgruppe der N-Region 5G in VorarlbergLange Nacht der Partizipation in Dornbirn


Die Steuerungsgruppe der N-Region Aldingen, Deißlingen, Denkingen, Frittlingen und Wellendingen, bestehend aus den Bürgermeistern und den Vertretern aus den jeweiligen Gemeindeverwaltungen, besuchten letzte Woche die Nachhaltigkeitsregion Vorarlberg. Dabei ging es hauptsächlich um das Thema Jugendarbeit und Bürgerbeteiligung. Hier verfügt Vorarlberg über eine lange erfolgreiche Erfahrung.
Höhepunkt der Reise war die Teilnahme an der „Langen Nacht der Partizipation“ in Dornbirn. In der Fachhochschule Vorarlberg wurden hier nationale, internationale, innovative und regionale Projekte in verschiedenen Workshops präsentiert und diskutiert. Der als „Österreicher des Jahres 2013“ gekürte Manager Martin Hollinetz hielt hierbei das Einstiegsreferat. Besonders herzlich wurde dabei auch die Gruppe der N-Region 5G begrüßt. Diese interessierte sich an diesem Abend insbesondere für Projekte der Kinder- und Jugendbeteiligung, Themen rund um Flüchtlingsbetreuung und Flüchtlingsdialog, Offene Jugendarbeit und Bürgerbeteiligung.
Tags zuvor war die Delegation der N-Region bereits im Sitzungssaal der Stadt Dornbirn begrüßt worden. Hierbei erhielt sie einen interessanten Überblick über die vernetzte Jugendarbeit in Dornbirn.
Weiter wurden verschiedene Jugendprojekte in Bregenz und Dornbirn besichtigt. Der Jugendtreff „Westend“ in Bregenz beispielsweise bietet den Jugendlichen über Kunstprojekte eine Plattform. Kunst in seiner vielfältigen Form ermöglicht dort den Kindern und Jugendlichen ihren Platz in der Gesellschaft zu definieren.
Besonders beeindruckend war die offene Jugendarbeit Dornbirn. Neben einem vielfältigen Kulturprogramm von Jugendlichen für Jugendliche haben hier vor allem zwei Projekte Begeisterung und Anerkennung hervorgerufen. Mit dem Projekt „Albatros“ werden Jugendliche ohne Schulabschluss in einem niederschwelligen Bildungsprojekt zu dem Pflichtschulabschluss hingeführt. Ein sehr erfolgreiches Projekt, bei dem in letzter Zeit insbesondere auch Flüchtlinge zu einem Schulabschluss geholfen wurde.
Mit dem zweiten Projekt „job ahoi“ soll Arbeit suchenden Jugendlichen ein Job vermittelt werden. Unter anderem gibt es eine Bootswerft und eine Fahrradreparaturwerkstatt für Jugendliche und eine Designerwerkstatt für arbeitslose Mädchen. Durch die Zusammenarbeit mit DesignerInnen und der Arbeit mit hochwertigen Materialien sollen sie nach Phasen der Arbeitslosigkeit zu neuen Perspektiven ermutigt werden.
Insgesamt war die Delegation aus der N-Region sehr beeindruckt von der Vielfalt und vor allem der hervorragenden Vernetzung der Jugendarbeit in Vorarlberg. Viele Ideen konnten mitgenommen werden und werden sicherlich mit in die Arbeit der N-Region einfließen.
Der Leiter der offenen Jugendarbeit Dornbirn Dr. Martin Hagen hat sich angeboten in der N-Region 5 G einmal die offene Jugendarbeit vorzustellen.

 Gemeinden der Nachhaltigkeitsregion G5
Aldingen, Deißlingen, Denkingen, Frittlingen, Wellendingen
sammeln ausgediente Handys und Smartphones

Die N-Region G5 beteiligt sich an der Handy-Aktion Baden-Württemberg. Ausgediente Handys und Smartphones können bei den Gemeinden in einer Sammelbox auf den Rathäusern eingeworfen werden.
Nach Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe liegen in Deutschland über 100 Millionen Mobiltelefone ungenutzt herum. Allein der Kupferanteil in diesen Schubladen-Handys liegt bei fast 900 Tonnen – damit kann man ein Telefonkabel fast zweimal um die Erde legen. Dazu enthalten die viele andere Rohstoffe wie Gold, Silber, Kobalt und Palladium.
Die wertvollen Ressourcen, die in Smartphones und Handys stecken, werden zumeist in Entwicklungs- und Schwellenländern abgebaut. Zum Beispiel ist einer der problematischsten und unverzichtbaren Rohstoffe im Smartphone das Coltan – ein seltenes Erz. Schätzungsweise 80% der Coltanvorkommen lagern im Ostkongo. Um diese Bodenschätze tobt seit Jahrzehnten ein Bürgerkrieg auf dem Rücken der Bevölkerung.
Jedes Smartphone enthält im Mittel 305 mg Silber, 30 mg Gold und 11 mg Palladium. Bei einem jährlichen weltweiten Absatz von 1,43 Milliarden Handys sind das 436 Tonnen Silber, 43 Tonnen Gold und 16 Tonnen Palladium. Unter dem Abbau dieser Rohstoffe leiden Natur, Umwelt und Menschen. Oft werden diese Rohstoffe in Kinderarbeit abgebaut und in gefährlichen Minen unter menschenunwürdigen Umständen gewonnen.
Ziel muss es daher sein, die eingesetzten Rohstoffe möglichst im Kreislauf zu halten. Hierzu dient die Aktion des Landes, der sich nunmehr die fünf Gemeinden der Nachhaltigkeitsregion angeschlossen haben.
Was passiert mit den gesammelten Handys?
Zuerst werden alle persönlichen Daten aus den Geräten gelöscht, dann wird geprüft, ob das Gerät wiederverwendet werden kann, gegebenenfalls wird es repariert und weiterverkauft. Defekte Geräte werden fachgerecht verwertet.
Die Handy-Aktion wird von zertifizierten Fachunternehmen durchgeführt und von Umweltorganisationen, Südwind, Germanwatch und der Deutschen Umwelthilfe, überwacht. Erlöse aus dem Verkauf fließen in nachfolgende gemeinnützige Aktionen des Landes Baden-Württemberg:
Aufklärung rettet Leben (Ostkongo)Deutsches Institut für Ärztliche Mission e.V./ Brot für die WeltAnpassung an den Klimawandel (Uganda) – Aktion HoffnungZukunftschancen durch Ausbildung (Äthiopien) – Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Ausführliche Informationen zur Handy-aktion Baden-Württemberg finden Sie unter www.handy-aktion .de
In Denkingen sind zwei Sammelboxen jeweils im Rathaus und in der Mediathek aufgestellt.
Quelle: Geschäftsstelle Nachhaltigkeitsstrategie
            Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

N-Bericht Denkingen

Mit einem Nachhaltigkeitsbericht (N-Bericht) erfasst, bilanziert, strukturiert und dokumentiert die Gemeinde ihre vielfältigen Aktivitäten für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung. Der erste Nachhaltigkeitsbericht ist ein Statusbericht, der den aktuellen Stand der Nachhaltigkeitsbemühungen festhält.

N-Bericht von Denkingen (3,459 MiB)

Gemeinsamer N-Bericht für die N!-Region FÜNG G (7,214 MiB)

Klimaschutzkonzept

Hier (3,689 MiB) gelangen Sie zum gemeinsamen Klimaschutzkonzept der Gemeinden Aldingen, Denkingen, Frittlingen und Wellendingen

Mitfahrbänkle in der Region aufgestellt – eine pfiffige Idee mit nachhaltigem Charakter​

Hier gelangen Sie zum Imagevideo "Mitfahrerbänkle"

Die Nachhaltigkeitsregion FÜNF G setzt ihr Mobilitätskonzept zur Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs Schritt für Schritt um. So wurden an den Ortsdurchfahrtstraßen insgesamt 17 Mitfahrbänkle aufgestellt. Weitere Gemeinden der Landkreise Rottweil und Tuttlingen spielen mit dem Gedanken, dieses Konzept zu übernehmen. So hat sich zum Beispiel Balgheim dieser Initiative angeschlossen und ein Mitfahrbänkle aufgestellt. In Zimmern o.R. wird diese Absicht ebenfalls diskutiert.
Die Idee
Daumen raushalten war früher, heute setzt man sich aufs Mitfahrbänkle und signalisiert damit, dass man in Fahrtrichtung mitgenommen werden möchte. Dieses Mitfahrangebot wird in Deutschland schon in vielen Gemeinden praktiziert, um den öffentlichen Nahverkehr vor allem zu den Zeiten zu ergänzen, die fahrpanmäßig schlecht bedient werden. Nebenbei wird so auch die Nachhaltigkeit gestärkt, wenn man bedenkt, dass die überwiegende Mehrzahl aller Autos nur mit dem Fahrer besetzt ist.
Die Regeln für die Nutzung des Mitfahrbänkles sind einfach
Natürlich steht es jeder Fahrerin und jedem Fahrer frei, ob am Mitfahrbänkle angehalten wird. Das Gleiche gilt für die potenziellen Mitfahrer. So zeigen Erfahrungen, dass zum Beispiel Frauen hauptsächlich Frauen mitnehmen. Die Autofahrer werden allerdings gebeten, keine Kinder unter 14 Jahren einsteigen zu lassen. Abgesichert sind die Mitfahrer über die KfZ-Haftpflichtversicherung des Fahrers. Die Gemeinden übernehmen keine Haftung.
Für die praktische Umsetzung des Projekts hat die Zimmerei Haller aus Aldingen eigens ein ansprechendes Mitfahrbänkle entworfen, das als Unikat einen Wiedererkennungseffekt in der Region haben soll. Schließlich erhoffen sich die Initiatoren der N!-Region FÜNF G, dass die pfiffige Idee des Mitfahrbänkles angenommen wird und über die sechs Gemeinden hinaus weitere Verbreitung findet. Bekannt gemacht und flankiert wird die Aktion durch einen Flyer, der an alle Haushaltungen der beteiligten Gemeinden verteilt wird.
In Denkingen stehen die beiden Mitfahrbänkle in der Ortsmitte bei den jeweiligen Bushaltestellen.

Die N-Region beim 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf

Von links: Bürgermeister Rudolf Wuhrer, Denkingen; Bürgermeister Thomas Albrecht, Wellendingen und Denkingens Hauptamtsleiter Frank Nann

Vor einem Fachpublikum aus dem breiten Spektrum der Kinder-, Jugend- und Wohlfahrtspolitik präsentierten sich auch die 16 Referenzkommunen des Bundesmodells „Jugendgerechte Kommunen“. Dieses Modell ist ein Teil der Jugendstrategie „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ des Bundesfamilienministeriums.
Seit 2015 werden die 16 ausgewählten Kommunen aus den 16 Bundesländern auf dem Weg zu einer „Jugendgerechten Kommune“ vom Bundesfamilienministerium begleitet. Dazu zählen regelmäßige Treffen der 16 Referenzgemeinden mit verschiedenen Themenschwerpunkten und der Möglichkeit sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Die N-Region mit den Gemeinden Aldingen, Deißlingen, Denkingen, Frittlingen und Wellendingen vertritt dabei das Bundesland Baden-Württemberg.
Gestartet ist das Projekt mit einer Auftaktveranstaltung im November 2015 in Berlin. Im Sommer 2018 endet das Projekt dann mit einer gemeinsamen Bilanz und Abschlussveranstaltung.
Nunmehr fand in Düsseldorf im Rahmen des 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetags ein weiteres Treffen aller 16 Referenzgemeinden statt um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Hierbei stellten diese ihre bisherigen Schritte auf dem Weg zu einer „Jugendgerechten Kommune“ einem breiten Fachpublikum vor. Dabei waren auch die kommunalen Spitzenverbände wie der Deutsche Landkreistag, Deutscher Städtetag sowie der Deutsche Städte- und Gemeindebund vertreten. Gerade von kommunaler Seite wird dieses Projekt mit großem Interesse verfolgt, erhofft man sich doch ein paar gute Beispiele wie Jugendliche stärker in kommunalpolitische Prozesse eingebunden werden können.
Die fünf Gemeinden der N-Region haben sich auf den Weg zu mehr Jugendgerechtigkeit gemacht, weil der ländliche Raum alle Anstrengungen unternehmen muss, den Jugendlichen im ländlichen Raum eine dauerhafte Perspektive zu bieten. Dabei arbeiten sie mit einem externen Experten zusammen und werden als N-Region vom Umweltministerium unterstützt.

N-Region entwickelt ein Mobilitätskonzept


Die Nachhaltigkeitsregion „Region Fünf G“ entwickelt derzeit ein Mobilitätskonzept für die fünf Nachhaltigkeitsgemeinden Aldingen, Deißlingen, Denkingen, Frittlingen und Wellendingen. Eine kleine Arbeitsgruppe bestehend aus den Bürgermeistern der Gemeinden und Mitbürgerinnen und Mitbürger aus den jeweiligen Gemeinden tagte nun erstmals im Denkinger Bürgerhaus.

Älteren Mitmenschen solange wie nur möglich den Verbleib in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Dazu muss gerade für die Personengruppe ein maßgeschneidertes Konzept für alle fünf Gemeinden erarbeitet werden.

Die kleine Arbeitsgruppe beschäftigte sich zuerst mit dem Thema „Bürgerbus“. Die Hauptamtsleiterin Sabine Heim aus Dornhan berichtete dem Arbeitskreis über die Einführung und die Erfahrungen mit einem Bürgerbus in Dornhan. Dort wurde vor ca. ½ Jahr ein Bürgerbusmodell mit ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern eingeführt. Ausführlich wurde dann im Anschluss ein solches Bürgerbusmodell diskutiert. Dabei wurde aber schnell klar, dass sich dieses Modell nicht für alle fünf Gemeinden gleichmäßig eigenen wird.

Der Arbeitskreis wird sich daher nunmehr schwerpunktmäßig mit einem flexiblen Modell mit Elektrofahrzeugen befassen. Wie das Modell „Spurwechsel“ in Deißlingen wäre man mit einem Elektrofahrzeug mit Fahrer, das entsprechend einen Tag vorher gebucht werden muss, sehr individuell und flexibel.

In der nächsten Sitzung wird dieses Modell daher vertieft beraten. Ziel ist es den einzelnen Gemeinderatsgremien bis Ende des Jahres eine für alle fünf Gemeinden umsetzbare Lösung vorzuschlagen.

Von Weizsäcker: „Wenn wir leben wie die Amis, brauchen wir fünf Planeten“​


Den Pressebericht der "NRWZ" zum Vortrag von Ernst Ulrich von Weizsäcker am 13. Juni 2016 in Deißlingen-Lauffen lesen Sie hier...

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