Breitbandausbau startet – „schnelles Internet“ demnächst im Ort

Die Gemeinde beabsichtigt im Jahr 2018 einer innerörtliche Glasfaserverkabelung zu schaffen.

Vorgesehen ist im ersten Bauabschnitt die Anbindung der Gewerbegebiete „Hofäcker“ und „Sulzen“, sowie die Direktanlieger der Hauptstraße – von Frittlingen/Gosheim kommend bis zur Höhe des Rathauses. Vorgesehen sei eine Streckenführung von ca. 6,6 Kilometern und Investitionen von ca. 820 000 Euro. Die Kosten werden voraussichtlich bis mit zu 35 % vom Bund gefördert.
Hierzu hatte die Gemeindeverwaltung, die Betroffenen – aber auch weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger –  zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.
In dieser stellte der Geschäftsführer der Breitbandinitiative BIT des Landkreises Tuttlingen, Herr Frank Baur, die rasante Entwicklung des Internets und die daraus entstehenden Möglichkeiten vor: Das Internet sei heute ein zentraler Bestandteil des alltäglichen Lebens, der Bedarf an „High-Speed“ stehe rasant. „Die Bereiche wie Gesundheit, Mobilität, Bürgerdienste, Kommunikation und E-Learning kommen heute bereits ohne schnelle Breitband-Versorgung nicht mehr aus“, so Baur.
Frau Christiane Reich vom Ingenieursbüro SBK stellte den Zuhörern die Ausbauplanung für die Gemeinde vor und betonte, dass für die Anbindung der Grundstücke ein Bedarf an schnellerem Internet nachgewiesen werden müsse. Dies sei u.a. möglich, wenn der Eigentümer einen Gewerbebetrieb unterhalte, freiberuflich tätig sei oder aber einen Heimarbeitsplatz nutze.
Weise der Grundstückseigentümer den erhöhten Bedarf nicht nach, sei eine Anbindung– nach heutigem Stand – nicht möglich, da die Gemeinde dann die entsprechenden Zuschüsse des Bundes nicht abrufen könne. „Trotzdem“, riet Reich, „sollten sich Interessenten in jedem Fall melden und seine Daten aufnehmen lassen“.
Interessenten könnten sich über die Möglichkeiten der Trassenführung, der Kosten, des zeitlichen Ablaufs und der vertraglichen Vereinbarungen auf dem Rathaus informieren. Frau Kerstin Dinger hat zu diesem Zweck spezielle „Breitband-Sprechstunden“ eingerichtet. Jeweils mittwochs nachmittags von 14.00 Uhr -18.00 Uhr können sich Grundstückseigentümer beraten lassen.
Das Denkinger Glasfasernetz werde nach Fertigstellung von der NetCom BW gepachtet. Mit diesem Unternehmen der EnBW können Endkunden dann entsprechende Verträge abschließen, die Geschwindigkeiten bis 1000 Mbit in der Sekunde garantieren.
Die Vertreter des Unternehmens, Herr Nicolai Ottenbacher und Michael Lisa, betonten, dass die Anbindungskosten der Grundstücke ihren Preis werten seien, denn die neue Technologie wirke wertsteigernd.
Bürgermeister Rudolf Wuhrer bedankte sich für die Informationen der Fachleute und dankte den Zuhörern für ihr Interesse.
„Ein so großes Projekt in die Zukunft unsere Gemeinde kann nur gelingen, wenn sich eine Vielzahl von Bürgern daran beteiligt“, stellte Wuhrer fest.
„Bitte informieren sie sich und nutzen Sie die Chance der Anbindung als Investition in die Zukunft.“

 
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