Geschichte des Kindergartens St. Paul

Nereits im Jahre 1890 entstand aus Stiftungen von Franz Xaver Martis, den Eheleuten Franz Carl Hahn, von Pfarrer Kraus und Pfarrer Streicher in St. Margarethen/ Schweiz sowie dem früher verstorbenen Präceptoratskaplan Bartholomäus Theiler von Schwäbisch Gmünd der Grundstock „zur Erbauung eines Asyls für Arme und Greise“. Viele Spenden kamen hinzu und ließen das Kapital für dieses Vorhaben
anwachsen. Pfarrer Himpel nahm 1911 Kontakt zum Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Untermarchtal auf, mit der Bitte, daß sie Schwestern für dieses Vorhaben nach Denkingen entsenden und einsetzen.

Oberamtsmeister Bader aus Spaichingen fertigte im September 1911 einen Plan zu einem Schwesternhaus mit Kinderschule an und im gleichen Jahr wurde noch mit dem Rohbau begonnen. Bereits am 15.11. 1911 konnte das Richtfest gefeiert werden. Als der Bau am 1.1.1914 abgerechnet wurde, betrugen die Kosten samt Garten und die Beschotterung des Hofes 23131,79 DM,die Einrichtung kam auf 1125,84 DM.
      
Das neue Haus wurde am 12.11.1912 von den beiden vinzent. Schwestern von Untermarchtal, Schwester
Cölerina und Clarita bezogen und konnte am Tag darauf feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Als Träger wurde der Schwesternverein St. Paul ins Leben gerufen, an dessen Spitze Pfarrer Josef Himpel und Kirchenpfleger Karl Merkle standen. Die Bevölkerung war wohl recht froh über
die neue Einrichtung, denn in den ersten Monaten nach Einzug der Schwestern traten alle Familien dem Schwesternverein bei.
Im Dachgeschoß des Hauses waren seit 1913 alte und alleinstehende Leute untergebracht, die letzte starb
1954.

Die Kinderschule war in den Anfangsjahren vom Frühjahr bis in den Herbst in Betrieb, sie diente vor allem der Entlastung der bäuerlichen Familien für die Zeit der Feldarbeit. Sogar Säuglinge wurden in der Kinderschule versorgt. Die ganze Kinderschar wurde im Saal des Schwesternhauses von einer Schwester betreut.
Die Toilettenanlage für die Kinder bestand in einem freistehenden Häuschen außerhalb des Schwesternhauses
ohne Wasserspülung.

1962 war eine gründliche Renovierung:      
Ölzentralheizung
Kindertoiletten wurden ins Haus verlegt
Gruppenraum entsteht

1965 entstand ein Spielgarten

1972 wurde der heutige Kindergarten gebaut (574000 DM) und mit 3 bzw. 4 Gruppen geführt.

Im Sommer 1997 werden Fenster, Böden in den Gruppenräumen und Heizkörper erneuert.

Im April 1999 wird der kommunale Kindergarten in der Lindenstrasse eröffnet und wir geben im September
1999 die 4. Gruppe ab.

Sanierung im Jahr 2000: neue sanitäre Anlagen und Umgestaltung der Küche und des Büro`s.

Ab Nov. 2000 werden in der verlängerten Vormittagsgruppe Schulkinder vor und nach der Schule betreut.


 

 
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