Kommunalpolitischer Seniorennachmittag mit dem Bürgermeister


. In diesem Jahr brachte er noch mit Hauptamtsleiter Frank Nann Verstärkung mit. Dieser informierte die rund 50 Anwesenden über die verschiedenen Bestattungsarten in Denkingen sowie davon, was in einem Sterbefall beachtet werden muss.

Bürgermeister Rudolf Wuhrer nutzte die Gelegenheit um über die nunmehr ablaufende Gemeinderatsperiode 2014 – 2019 ein positives Fazit zu ziehen. Er ging hierbei auch auf die Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung, wie der Bebauung des ehem. Bauhofareals ein. Denkingen ist in diesem Zeitraum um 5% gewachsen (126 Einwohner). Seit dem Amtsantritt von Bürgermeister Rudolf Wuhrer ist die Bevölkerung Denkingens um 809 Einwohner gestiegen. Die finanzielle Lage der Gemeinde ist derzeit sehr gut. Man kann auf ein Rücklagepolster von ca. 1,4 Mio Euro zurückgreifen. Allerdings steht 2020 auch eine größere Anzahl von hohen Investitionen an.

In der jetzigen Gemeinderatsperiode wurden insgesamt 8 Mio Euro an Gewerbesteuer und ca. 6 Mio Euro an Einkommenssteueranteilen eingenommen. Im gleichen Zeitraum wurden beispielsweise 5 Mio Euro an Kreisumlage an den Landkreis überwiesen.

Die Personalkosten sind in diesem Zeitraum weiter, auf nunmehr 1,2 Mio Euro gestiegen, davon entfallen 47% auf die Kinderbetreuung. Der Bürgermeister rechnete auch vor, was eine Gebührenfreiheit für die Kleinkindbetreuung ausmachen würde. Aufgrund der stärkeren Inanspruchnahme der Betreuung von unter 3-jährigen (U3) müsste der bisherige Bedarf in der Villa Sonnenschein verdoppelt werden, d.h. die Gemeinde müsste noch einmal 2 Gruppen für die Kleinkindbetreuung mit entsprechenden Investitions-, Betriebs- und Personalkosten schaffen.

Innerhalb der letzten 10 Jahre ist die Zahl der Beschäftigten im Ort um 368 und die Zahl der Einpendler um 434 gestiegen. Diese Zahl hat sich mit 721 im Jahr 2018 gegenüber 2009 verdoppelt. Nur leicht dagegen ist die Zahl der Auspendler mit 190 gestiegen.

Zum Schluss richtete der Bürgermeister einen leidenschaftlichen Appell an die Zuhörerinnen und Zuhörer für ein gemeinsames Europa und für die Teilnahme an der Europa- und den Kommunalwahlen. Wir dürfen Europa nicht den Populisten und Spaltern überlassen. Die Exportnation Deutschland ist auf ein geeintes und freies Europa angewiesen. Wir sind auf Ausländer als Arbeits- und Pflegekräfte angewiesen und wir müssen uns als Ort der Demokratie und Freiheit gegen andere Kräfte auf der Welt wie z.B. China behaupten können. Das können wir nur in einem starken gemeinsamen Europa.