Über 200 Besucher bei der Ausstellungseröffnung „Einzigartig“


In seiner Eröffnung führte der Bürgermeister auf wie einzigartig jeder einzelne Mensch ist und wie wieviel Glück und Lebensfreude gerade Mitmenschen mit dem Down-Syndrom ausstrahlen. Niemand sucht sich aus wie und wo er geboren wird. Niemand von uns kann bestimmen wer seine Mutter und sein Vater ist, ob er mit weißer, brauner oder schwarzer Hautfarbe auf die Welt kommt, ob er in einer armen Elendshütte oder in einer Villa, ob er als Christ, Moslem oder Atheist geboren wird.

Gerade das macht jeden von uns einzigartig. Und wenn wir in der Schöpfungsgeschichte, welche Christen und Moslems gleichermaßen verbindet lesen, dass der Schöpfer den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat, dann verdeutlicht dies auch, wie wichtig und wertvoll jeder einzelne Mensch ist.

Jeder von uns ist ein individuelles Ebenbild unseres Schöpfers und zwar genauso wie wir sind: Menschen mit und Menschen ohne Behinderung.

Leider zeigt aber die Praxis, dass Menschen ihre Mitmenschen oft nicht als wertvoll und als einzigartig betrachten, und da müssen wir gar nicht erst in die dunklen Tiefen unserer Geschichte einsteigen. Wie oft werden Menschen im täglichen Leben diskriminiert und angefeindet, ausgegrenzt und verfolgt – das erleben wir ja leider auch in unserem Land allzu oft.

Dabei macht gerade die Vielfalt, die Buntheit, die Verschiedenheit und die Einmaligkeit das aus, was unsere Gesellschaft lebendig und spannend hält und was uns die Natur eindrucksvoll vorlebt.

Man vergleiche nur das vielfältige Leben auf einer bunten Blumenwiese, im Vergleich zu einem Einheitsrasen. Und wie arm wären wir, wenn unser Leben, wenn unsere Begegnungen mit Mitmenschen, unsere Erfahrungen mit Menschen verschiedener Kulturen und ganz unterschiedlicher Biografien immer nur eintönig im Stil eines fein geschnittenen und penibel gepflegten Rasens ablaufen würde.

Unsere Mitmenschen mit Down-Syndrom, unsere Mitmenschen mit Behinderungen und unsere Mitmenschen die gebrechlich und pflegebedürftig sind – sie alle sind Teil dieser großen und vielfältigen Blumenwiese und machen sie bunt, spannend, herausfordernd und vielfältig.
 
Ursachen und vor allem die gesundheitlichen Risiken eines Kindes mit Down-Syndrom erläuterte der Rottweiler Kinderarzt Dr. Michael Eberhard.

Die beiden Macher der Ausstellung Hannah Hauser und Carolin Bischoff machten mit „einer Reise nach Holland“ deutlich, was es heißt plötzlich mit dem down-Syndrom konfrontiert zu sein und wie bereichernd das Zusammenleben mit einem Kind mit Down-Syndrom sein kann.

Die Ausstellung ist weiterhin im Bürgerhaus zu sehen.