Auch in Denkingen lässt sich jetzt Strom „tanken“


Denkingen webt fleißig mit am Netz öffentlicher Stromtankstellen. Zwei neue hat die EnBW in den letzten Wochen im Auftrag der Gemeinde installiert. Stellvertretend wurde die in der Ortsmitte von Bürgermeister Rudolf Wuhrer am Mittwochnachmittag, 22.05.2019  symbolisch in Betrieb genommen.

Auf den beiden reservierten Parkplätzen direkt neben dem Rathaus stehen Fahrern von Elektroautos und E-Bikes jetzt je zwei Wechselstrom-Anschlüsse vom Typ 2 mit bis zu 22 Kilowatt (kW) Leistung zur Verfügung. Ältere Fahrzeuge oder auch Zweiräder lassen sich an beiden Standorten zudem an zwei Schuco-Steckern mit je 3,7 kW aufladen. „Bei den neueren E-Mobilen reicht eine halbe Stunde Laden schon für gut 50 Kilometer Reichweite“, erläuterte dazu Karsten Lüdke von der EnBW, die die Station geliefert hat.

„Im Rahmen der Mobilitätsstrategie unserer N!-Region 5G haben sich die fünf Gemeinde nicht nur mit Elektroautos ausgerüstet sondern liefern jetzt auch die entsprechende Infrastruktur in Form von Ladesäulen dazu. So wollen wir in Denkingen und in unserer Region einen Beitrag zum Klimaschutz und zum Ausbau der Elektromobilität leisten“, so Bürgermeister Rudolf Wuhrer bei der Inbetriebnahme der Ladesäule in der Ortsmitte.

Nach seinem Eindruck ist die Ladeinfrastruktur in den Ballungsräumen meist schon recht gut ausgebaut und auch zwischen Rottweil und Tuttlingen habe sich im letzten Jahr viel getan. Gerade auf dem Land wie rund um den Heuberg gäbe es jedoch noch viele „weiße Flecken“. „Mit unseren beiden Ladestationen wird das Netz wieder etwas dichter“, wovon auch die Gemeinden der FÜNF G-Region mit ihren eigenen Elektroautos profitierten. Für den Tourismus ist der Standort Klippeneck wichtig so der Bürgermeister . „Natürlich erwarte ich, dass sich so manch zusätzlicher Besucher von Deutschlands höchstgelegenen Segelflugplatz angezogen fühlt und den Ausflug mir E-Bike oder Elektroauto unternimmt “.

Der Gemeinderat hatte im Herbst 2018 für die Investition grünes Licht gegeben und den Vergabebeschluss nach der Ausschreibung gefasst. Das Bundesverkehrsministerium steuert aus Fördermitteln 40 % der Kosten bei. Der Zugang zu den Ladepunkten erfolgt am einfachsten mit der „EnBW mobility+ App“ oder mithilfe handelsüblicher RFID-Karten, die auch bei Nutzern aus dem europäischen Ausland verbreitet sind. Die App bietet laut Karsten Lüdke zudem die Möglichkeit, mit dem Smart-Phone an über 28.000 Stationen und damit dem größten Ladenetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ‚tanken‘. Sie lotst außerdem zu freien Anschlüssen und bietet Nutzern von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor eine Simulation, ob die Nutzung eines E-Mobils sinnvoll wäre.