Weihnachten 2019


Langsam neigt sich das alte Jahr zu Ende und ein neues Jahr mit vielen Hoffnungen und Wünschen steht vor der Tür. Für mich Anlass, mich bei allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, welche sich in unserer Gesellschaft engagieren und welche sich für den Zusammenhalt und die Solidarität in unserem Gemeinwesen einsetzen, herzlich zu bedanken.

Das Klima in unserer Gesellschaft ist kälter und vor allem egoistischer geworden. „Ich fordere“, „mein Standpunkt ist nicht diskutierbar“, „ich habe ein Recht darauf“, Sätze welche beispielhaft für diese „Ich-Mentalität“ sind. Der berühmte Satz von John. F. Kennedy „Frag nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst“ gilt bei vielen Mitmenschen nicht mehr. Umso erfreulicher daher der Einsatz all jener Mitbürgerinnen und Mitbürger, welche sich in diesem Land und in unserer Gemeinde, für dieses Land und für unsere Gemeinde engagieren. Herzlichen Dank.

Das Klima in unserer Gesellschaft ist rauer und radikaler geworden. Hetze und Hass in den anonymen digitalen Netzwerken sind nicht nur feige, sondern bereiten auch den Nährboden für Gewalt. Wer hätte sich träumen lassen, dass in unserem Land wieder Politiker bedroht und im Fall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ermordet werden. Wer hätte sich gedacht, dass es nach unserer leidvollen Geschichte wieder Realität geworden ist, dass jüdische Mitbürger angegriffen oder rechtsradikale Aufmärsche und rechtspopulistische Parolen in unseren Parlamenten wieder zum Alltag gehören. Umso mutiger ist daher das Engagement all jener Mitbürgerinnen und Mitbürger, welche mit ihrem Engagement für die Integration und das friedliche Miteinander in unseren Vereinen, Kirchen, öffentlichen Einrichtungen, Politik und Gesellschaft einsetzen. Herzlichen Dank!

Das Klima in unserer Gesellschaft ist unsolidarischer und unbarmherziger geworden. Die Kluft zwischen reich und arm ist größer geworden. Bei vielen Mitmenschen reicht der Lohn ihrer Arbeit nicht für das tägliche Leben. In Ballungszentren werden Mieten unbezahlbar. Immer mehr Menschen fallen oft unverschuldet in die Obdachlosigkeit. Viele, gerade ältere Menschen vereinsamen. Umso solidarischer ist daher das Engagement all jener Helferinnen und Helfer in unseren sozialen Einrichtungen wie MiKaDo, der Sozialstation oder unseren Hilfsorganisationen, in der Senioren-, Jugend- und Flüchtlingsarbeit. Herzlichen Dank!

Und letztendlich ist das reale Klima auch wärmer geworden. Das Thema der Klimaerwärmung ist in der Zwischenzeit zu einem Glaubenskrieg geworden. Von der Leugnung des Klimawandels bis zur Radikalisierung mit Verboten und der Abschaffung demokratischer Spielregeln. Emotionen kontra Sachlichkeit; Innovationen kontra Verbote – so könnte man verkürzt die Ausgangslage nennen.
Angst war immer schon ein schlechter Ratgeber und mit Hysterie löst man keine Probleme. Auch mit dem Finger auf andere zeigen, aber selbst nichts tun, ist keine Lösung. Das Thema wird auch im kommenden Jahr eine zentrale Herausforderung für uns alle bleiben. Als Gemeinde haben wir, gerade auch im Verbund mit der N!-Region 5G, schon vieles auf den Weg gebracht. Auf diesem Weg werden wir weiter machen. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger leisten ihren Beitrag, beispielsweise mit ihrer Gartengestaltung, mit Solar- und Photovoltaikanlagen, Wärmedämmung, ihrem Mobiliätsverhalten usw.
Ich sage ihnen allen Dank und ich sage den Verantwortlichen der N!-Region 5G, den Bürgermeistern unserer Partnergemeinden, dem Geschäftsführer, den Gemeinderatsgremien und der Steuerungsgruppe herzlichen Dank.

Gesellschaftliche Veränderungen und Herausforderungen sind auch in unseren Einrichtungen, wie Kindertagesstätten und Grundschule präsent. Das tagtägliche Engagement unserer Erzieherinnen sowie des Lehrerkollegiums ist nicht immer einfach. Ich sage daher herzlichen Dank für die großartige Arbeit in unseren pädagogischen Einrichtungen. Die Gemeinde unterstützt diese wichtige Arbeit durch Investitionen und durch entsprechende Ressourcen beim Personal und den Sachmitteln. Im kommenden Jahr wird dabei die Umgestaltung der Grundschule zur Ganztagesschule viel Kraft und große finanzielle Anstrengungen erfordern. Eine Investition, die sich lohnen wird.

Nach unguten Zeiten herrscht im neugewählten Gemeinderat eine sehr konstruktive und faire Zusammenarbeit. Es geht wieder um Themen und um die Sache. Die Diskussionen finden in einer sehr sachlichen und vertrauensvollen Art und Weise statt. Dafür sage ich den Gemeinderatsmitgliedern herzlichen Dank.

Die Bürgerschaft weiß, was sie an einer guten und engagierten Gemeindeverwaltung hat. Auf das Team des Bauhofs und des Rathauses ist Verlass. Herzlichen Dank.

Die vielen Infrastruktureinrichtungen der Gemeinde, angefangen von der Wasserversorgung über die gemeindeeigenen Gebäude, über Straßen, Gehwegen und Feldwegen bis hin zu den Grünflachen und dem Friedhof erfordern laufende Investitionen. Auch im kommenden Jahr werden solche Investitionen, etwa mit der Sanierung des 1. Abschnitts der Hauptstraße sicht- und spürbar. Ich sage allen Anwohner Dank für Ihr Verständnis und ihre Geduld. Ich sage auch Dank unseren Planungsbüros und Bauleitern, den Baufirmen und den zuständigen Behörden.

Der Adventsmarkt, Adventskalender am Rathaus und der tolle Weihnachtsweg der Familie Krell und der Gewerbebetriebe im Gewerbegebiet „Sulzen“ haben uns auf die Weihnachtszeit eingestimmt. Auch hier sage ich allen, die sich hier mit vielen Ideen und Aktivitäten eingebracht haben, vielen Dank.

Denkingen, das hat auch dieses Jahr wieder gezeigt, ist eine lebendige und lebenswerte Gemeinde. Unsere Unternehmen sorgen mit ihren Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für Wohlstand. Denkingen hat eine begehrte Wohnqualität, auch wegen der vielen Freizeitmöglichkeiten, von Mediathek über Vereinsaktivitäten bis zu den verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Wir dürfen eingebettet in eine herrliche Landschaft und Natur arbeiten und leben. Wir dürfen dankbar für diese Rahmenbedingungen und für das aktive Leben in unserer Gemeinde sein. Nehmen wir dies auch als Auftrag mit ins neue Jahr: „Denkingen eine lebendige, attraktive und aktive Gemeinde – Gemeinsam in die Zukunft!“

Persönlich, sowie im Namen von Gemeinderat und Gemeindeverwaltung wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest. Ich wünsche Ihnen mit Gottes Segen ein neues Jahr in Gesundheit, Glück und Frieden.

Frohe Festtage

Rudolf Wuhrer
Bürgermeister