Klinikum macht Start in den Regelbetrieb möglich


Gleichzeitig bleiben die derzeit im Haus geltenden, strengen Schutzmaßnahmen bestehen.
 
In den letzten Wochen waren am Gesundheitszentrum Tuttlingen lediglich zwei OP-Säle geöffnet, um dringende und Not-Operationen durchzuführen. Planbare Eingriffe, wie beispielsweise ein Gelenkersatz wurden aufgeschoben, um im Ernstfall genügend Betten für Covid-19-Patienten freizuhalten. Seit diesem Montag steht nun wieder ein dritter OP-Saal für Elektiveingriffe, also geplante Operationen, zur Verfügung. Natürlich sind hierbei strenge Hygienemaßnahmen angeordnet, um alle Patienten und Mitarbeiter zu schützen.
 
„Patienten, die für solche Elektiveingriffe aufgenommen werden, werden auf unseren Normalstationen behandelt, welche momentan genügend freie Betten haben. Wir haben im gesamten Haus einen sehr hohen Hygienestandard. Natürlich haben wir bereits seit Beginn der Pandemie unsere Mitarbeiter aller Stationen und Fachbereiche in Hygieneregeln umfassend geschult. Alle Mitarbeiter mit unmittelbarem Patientenkontakt tragen verpflichtend einen Mundschutz“, erklärt der Geschäftsführer des Klinikums Landkreis Tuttlingen, Sascha Sartor. Er möchte damit all diejenigen beruhigen, welche die Sorge tragen, sich im Klinikum mit dem Coronavirus anzustecken.
Die Normalstationen im Klinikum sind von den Isolierstationen mit Covid-19-Erkrankten strikt abgetrennt – sowohl räumlich als auch personell. Die Isolierstationen befinden sich in einem abgeschlossenen Gebäudetrakt, der durch eine aus mehreren Räumen bestehende Schleuse abgetrennt ist.
 
„Wichtig ist es für uns, zu vermeiden, dass unerkannt infizierte Elektivpatienten von außen andere Patienten und Mitarbeiter in unserem Haus infizieren“, führt Sartor weiter an. Verschiedene  Maßnahmen sollen davor schützen: Patienten, die derzeit ambulant oder stationär im  Klinikum oder den ansässigen Praxen behandelt werden, werden vor Betreten des Klinikgebäudes um eine schriftliche Selbstauskunft über mögliche Krankheitszeichen oder Kontakte zu Covid-19-Erkrankten gebeten. Auch wird dringend gebeten, einen Mundschutz zu tragen.
Jeder Patient – ob Notfall- oder Elektivpatient - wird zudem im OP als potentiell infektiös angesehen, was entsprechende Schutzmaßnahmen des OP-Personals zur Folge hat.
Auch das Besuchsverbot muss noch auf unbestimmte Zeit bestehen bleiben.
 
„Die aktuellen Fallzahlen an Covid-19-Erkrankten bei uns im Klinikum sind derzeit deutlich geringer als noch zu Anfang des Monats April“, gibt die Klinikleitung bekannt. Derzeit ist deshalb nur eine der drei Isolierstationen sowie der Isolierteil der Intensivstation teilweise belegt.
Das Klinikum ist jederzeit bereit, die anderen Isolierstationen im Bedarfsfall bei ansteigenden Covid-19-Fallzahlen zu öffnen. Dabei könnten die anderen Isolierstationen sowie die Intermediate-Care-Stationen kurzfristig wieder personell besetzt und damit von Patienten belegt werden – dafür ist ein Rufdienst eingesetzt und entsprechende Pläne sind bereits ausgearbeitet.