Denkingen gedenkt der Opfer der Corona-Pandemie


Gleichzeitig läuteten die Denkinger Kirchenglocken und luden hierbei die Bevölkerung zu einem stillen Gebet ein.

Coronabedingt fand die Gedenkveranstaltung nur im kleinen Rahmen in Anwesenheit mehrerer Gemeinderäte, Kirchengemeinderäte und weniger Bürgerinnen und Bürger statt. Umrahmt wurde die sehr würdige und nachdenkliche Feierstunde vom Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde.

Gedacht wurde der an und mit Corona verstorbenen Mitmenschen und ihrer Angehörigen die oft genug nicht Abschied von einem lieben Verstorbenen nehmen konnten. Gedacht wurde aber auch aller Mitmenschen welche durch diese Pandemie um ihre Existenz und ihren Arbeitsplatz bangen und an der Angst und Last dieser Pandemie leiden und zerbrechen.

Bürgermeister Rudolf Wuhrer bezeichnete die Einsamkeit als eine der schlimmsten Folgen von Corona. Corona ist für uns alle eine harte Herausforderung und Prüfung. Nicht wenige resignieren ab dieser Herausforderung, leiden, werden depressiv und hoffnungslos oder flüchten sich in wirre Querdenkerphantasien. Cornona wird uns noch sehr lange begleiten. Auch wenn wir das Virus eines Tages beherrschen, werden uns die Folgen dieser Pandemie, die seelischen Verletzungen und die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schäden noch lange begleiten und unser Leben und Lebensumfeld bestimmen.

„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“, mit einer Meditation zu Psalm 23 sprachen die Ortsgeistlichen Pater Sabu Palakkal und Pfarrer Oliver Helmers ihr Mitgefühl und ihren Trost und ihre Hoffnungen aus.

Viele Menschen auf der ganzen Welt mussten sterben; die einen sehr schnell, die anderen musste lange um ihr Leben ringen.
Wir trauern um die Toten. Der Schmerz ist groß. Gib Trost in dieser Zeit.

Viele mussten alleine sterben, ohne ihre Lieben, ohne eine haltende Hand.
Höre uns, Gott, wo wir müde werden. Berge uns in der Fülle deiner Liebe – die Toten und die Lebenden.

Viele durften ihre Toten nicht ans Grab begleiten. Kein Abschied, wie er sein sollte.
Höre uns, Gott: Das Herz ist schwer. Heile die verwundeten Seelen.

Viele stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Betriebe gehen kaputt. Freiberufler wissen nicht, wovon sie leben sollen. Die Armen trifft es besonders schlimm.
Höre uns, Gott: Wir brauchen Mut und lagen Atem. Stärke unsere müden Hände.

Pastor Christian Hass erinnerte in seinen Worten an den Karfreitag. Das lateinische Wort Corona bedeutet „Kranz, Krone“. Hier wurde Jesus mit einer Dornenkrone, mit Corona bekrönt. Mit dieser Krone auf dem Haupt ist er gestorben. Danach mit seiner Auferstehung hat er den Tod, die Sünde und sinnbildlich auch Corona besiegt. Warum Gott dies Pandemie zugelassen hat wissen wir nicht.  Aber wir wissen, Gott lässt und nicht im Stich und bindet uns in dieser Not noch mehr an sein Wort und sein Heilsversprechen.

Gemeinsam wurde eine Platane als ein Baum des Erinnerns und der Hoffnung gepflanzt:

Bürgermeister Rudolf Wuhrer: Wer einen Baum pflanzt, der will etwas Gutes bewirken. Wer einen Baum pflanzt, der weiß, dass er zwar pflanzen, gießen und düngen kann, aber wachsen lassen, das kann er ihn nicht. So steht jeder Baum der gepflanzt wird auch für Demut und Vertrauen.

So wollen wir mit dem Baum erinnern und ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern dieser Pandemie setzen und gleichzeitig wollen wir aber auch ein Zeichen der Hoffnung und des Vertrauens setzen, dass am Ende dieses langen Leidenswegs auch die Einsamkeit ein Ende findet, dass unsere gespaltene Gesellschaft wieder zueinander findet, dass wir wieder miteinander reden, beten und Feste feiern dürfen.

So soll unser Gebet und Gedenken uns in den kommenden Wochen und Monaten Kraft, Vertrauen und Hoffnung geben.

Denkingen gedenkt der Opfer der Corona-Pandemie

Denkingen gedenkt der Opfer der Corona-Pandemie

Denkingen gedenkt der Opfer der Corona-Pandemie

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