St. Michaels-Kirche
Die katholische Kirche St. Michael wurde 1933 an Stelle einer Vorgängerkirche gebaut. Die Kirche St. Michael ist eines der wenigen Beispiele im frühen modernen Kirchenbau, bei denen durch Zusammenwirkung von Architektur, Plastik und Malerei ein Gesamtkunstwerk entstanden ist. Bei Renovierungsarbeiten 1995 konnte die ursprünglich reichnuancierte Farbfassung, die unverändert erhalten geblieben war, wieder gereinigt und erlebbar gemacht werden. Der Kirchenbau wurde von den Architekten Schilling und Lütkemeier entworfen und in nur 8 Monaten erbaut.
Besonders eindrucksvoll ist die Eingangsfassade, die mit der weit überlebensgroß gestalteten Figur des St. Michaels versehen ist. Das Gebäude entspricht in seiner Gesamtheit der Auffassung der 30er-Jahre. Im Innern hat der Kunstmaler August Blepp aus Weilen u. R. 1938 in gekonnter und bis ins kleinste durchdachten Weise ein Farbkonzept entwickelt, das in der Bemalung der Chorwand seinen Höhepunkt findet. Die Chorrückwand zeigt ein Fresko mit Szenen aus dem Leben Jesu; in der Mitte thront Christus als Weltenrichter. Der Hochalter zeigt die Bilder der 12 Apostel in Messingtreibarbeit. Der Tabernakel (1934) und der Osterleuchter (um 1952) sind Arbeiten von E. E. Förster, Schwäbisch Gmünd. Die Figuren auf den Seitenaltären sind von der alten Kirche übernommen worden. Der 1995 neu gestaltete Altar zeigt klare Konturen mit ornamentaler Ährenstruktur, während der Ambo formschön den Baum des Lebens symbolisiert. Die Renovierungsarbeiten wurden unter der Leitung des Architekten Erwin Klink, Spaichingen durchgeführt.
Infos über den Kunstmaler der Denkinger St. Michaelskirche August Blepp (PDF)
Evangelische Dreieinigkeitskirche
In Lachen steht die 1967 erbaute Evangelische Dreieinigkeitskirche. Verantwortlicher Baumeister war Manfred Spieth, Hegnach. Die Arbeiten an der modernen Kirche wurden mit sehr viel Eigeninitiative durchgeführt. In der Lachenstraße steht die 1967 erbaute Evangelische Dreieinigkeitskirche. Hinter dem Altar befindet sich ein Betonglasfenster von Bildhauer Gregor Bomm, Denkingen. Es zeigt das „Lamm Gottes".
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Evangelischen Kirchengemeinde Aldingen-Denkingen-Frittlingen-Aixheim.
Nikolauskapelle – Denkingens ältestes Kirchlein
Am Ortsausgang in Richtung Gosheim neben einer stattlichen alten Linde befindet sich die älteste Denkinger Kirche – die Nikolauskapelle. Das Kirchlein hat das Weihejahr 1514. Außer einem romanischen Steinbogen über der alten Holztüre findet sich kein äußerlicher Schmuck an diesem Kirchlein.
Im Chor befindet sich ein Renaissancealtar. Das Altarblatt zeigt die Muttergottes, den heiligen Nikolaus und den Evangelisten Markus.
Friedhofskapelle
Nach rund 10-jähriger Diskussion hat der Gemeinderat 1983 den Abbruch der alten Kapelle und den Neubau einer Friedhofskapelle beschlossen. Am 22.04.1985 haben die damaligen Mitglieder des Gemeinderats mit dem Bau der von Joseph Gaßner, Planungsgruppe G, Denkingen geplanten Kapelle begonnen.
Die Kapelle wurde durch Spendengelder finanziert und weitgehend in bürgerschaftlicher Eigeninitiative errichtet.
1986 wurde in Passau die Friedhofsglocke „Ruhe in Frieden“ gegossen. Diese begleitet seither jeden Leichnam auf seinem letzten Weg zum Begräbnisplatz.
Die Kapelle ist im Eigentum der Gemeinde und wird ökumenisch genutzt. Neben einem historischen Taufbecken und den 1854 von dem Rottweiler Bildhauers Jakob Pfeiffer geschaffenen Ölbergfiguren beinhaltet die Kapelle auch das Gedenkbuch der Gefallenen der Gemeinde Denkingen. Dieses wurde von Werner Brehm, Denkingen gestaltet.
Steinebergkapelle
Am 5. Juni 1994 wurde die neue Steinebergkapelle auf dem Klippeneck mit einem ökumenischen Gottesdienst eingeweiht. Auf den konservierten Grundmauern der alten Kapelle wurde eine Steleaus Kalkstein aufgestellt, die in kurzen Worten Auskunft über diesen Ort gibt. Die Inschrift lautet: „Steineberg-Kapelle 1861 erbaut von Valentin Hauser, 1943 verfallen, 1993 neugebaut“. Die Nachfahren von Valentin Hauser sind gleichzeitig auch Erbauer dieses neuen Kleinods auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb, voran Josef Fetzer, Lehrer aus Denkingen,unter Mithilfe seiner Brüder Gebhard Fetzer, Studienprofessorin Reutlingen und Hubert Fetzer, Pfarrer i. R. in Gosheim.
Denkinger Kreuzweg mit 14-Nothhelfer-Kapelle
Etwas unterhalb des Schützenhauses beginnt der Kreuzweg, der sich in Richtung Klippeneck durch den Wald zur 14-Nothelferkapelle schlängelt. 1904 wurde von Altarbauer Pius Hausch aus Horb das Altärchen mit den 14 Nothelfern geschaffen. Die 14 Stationen des Kreuzwegs wurden 1987 renoviert.
Josefkapelle
Oberhalb von Denkingen, auf dem Klippeneck am Trauf der Schwäbischen Alb, steht die Josefkapelle – ein spiritueller Ort am Jakobsweg von Rottweil in Richtung Einsiedeln.
Schon lange markiert ein schmiedeeisernes Kreuz auf einem Sandsteinsockel an der sogenannten „Kreuzsteige“ diesen besonderen Ort, einen Knotenpunkt des Jakobswegs: Der Weg führt von Denkingen über den Stationenweg zum nahen Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen und weiter nach Beuron. Auch evangelische Christen feiern hier regelmäßig Gottesdienste im Grünen – ein gelebtes Zeichen der Ökumene.
Der lang gehegte Wunsch an diesem Ort nach einer Kapelle wurde Wirklichkeit.
An Pfingsten 2023 wurde die Josefkapelle feierlich eingeweiht – im Beisein von 300 bis 400 Gläubigen. Die Musikkapelle Denkingen begleitete den ökumenischen Gottesdienst. Generalvikar Dr. Clemens Stroppel nahm die Weihe vor, gemeinsam mit dem evangelischen Dekanatsadministrator Ulrich Dewitz. An dem Gottesdienst nahmen u. a. Pater Sabu von der Kirchengemeinde Denkingen und Superior Pater Alfons Schmid cmf teil. Bruder-Klausen-Kaplan Josef Rosenast überbrachte eine Reliquie des heiligen Niklaus von Flüe und betonte dessen Friedensbotschaft – gemeinsam mit seiner Frau Dorothee ein Vorbild für Versöhnung und Glauben.
Die Kapelle, auf einem Grundstück der Gemeinde, ist dem heiligen Josef, der Gottesmutter Maria und dem heiligen Niklaus von Flüe geweiht. Besonders eindrucksvoll ist das von Künstlerin Gabi Weiss gestaltete runde Glasfenster mit dem träumenden Josef.
Im Herbst 2025 wird die Kapelle mit dem Einbau einer Glocke ergänzt – geweiht dem Erzengel Michael. Mit dem Altar, in dem eine Reliquie des seligen Pater Rupert Mayer enthalten ist, der einst in Spaichingen wirkte und eng mit der Diözese verbunden war, findet die Kapelle ihre Fertigstellung.
Bemerkenswert ist auch, dass die Kapelle auf private Initiative von Bernhard und Marlene Schnee geschaffen wurde, viele Spender und Helfer mit großem persönlichem Einsatz haben zum Gelingen beigetragen.
Die Josefkapelle hat sich zu einem Ort des Innehaltens entwickelt – einer wahren „Tankstelle für die Seele“ am Weg.